Internet

Facebook und seine Nebenwirkungen

Manchmal frage ich mich, und viele andere auch was aus dem guten alten Internet geworden ist.
Klar, die Technik hat sich weiter entwickelt. Das Internet ist schneller, leistungsfähiger, unkomplizierter und schöner geworden. Zwangsläufig entwickelt sich auch die Art der Kommunikation der User im Netz. Selbstverständlich sahen auch viele Webmaster den Wandel der Zeit. Facebook ist mehr als eine Erscheinung im Internet. Facebook ist ein wahrer Meilenstein.
Nur zu welchem Preis?

Verkaufen um jeden Preis

Wer heute eine große Menschenmasse ansprechen möchte macht Werbung auf Facebook.
Gewinnspiele, diverse Apps und andere Anwendungen werden auf Facebook gegen ein „gefällt mir“ frei zugänglich. Zugleich aber erlaubt der User diversen Anwendungen bzw. Unternehmen im eigenen Namen zu Posten. Doch reicht das? Nein! Zudem räumt der dem Unternehmen das Recht eine persönliche Daten des Facebookprofils auszuwerten und/oder zu speichern. Adresshandel 2.0 für mich und für viele andere Menschen in virtuellen Leben. Was den wenigsten aber bewusst ist, dass diese Daten leicht missbraucht werden könnten. Ich denke wir wissen wovon ich hier spreche.

Verlust der Privatsphäre

Welche Daten werden ausgewertet? Das kann keiner sagen, und ich glaube dass es von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich ist. Fakt ist das aus diesen Daten bestimmte Vermarktungsstrategien entwickelt werden um den Absatz zu steigern.

Facebook bietet seinen Nutzern die Möglichkeit die eigene Privatsphäre zu schützen. Jedoch ist dies so kompliziert gestaltet das es auf youtube Videotutorials für die Facebook-Einstellungen gibt.
Durch eigene Erfahrungen musste ich mit erschrecken feststellen dass für mich fremde Nutzer wussten wie es mir geht, was ich mache und Bilder einsehen konnten. Seid dieser Erfahrung habe ich mein Profil so einstellt dass es wirklich nur für meine Freunde einsehbar ist. Die Videotutorials zum Thema Facebook habe ich in der Mediathek veröffentlicht.

Communitys, Foren, Boards und Chats als alternative

Eine Alternative zu Facebook sind die guten alten Webforen die, je nach dem den gleichen Service anbieten. Auch in den Communitys ist man vor Werbung nicht sicher. Werbung ist in diesem Falle ein Mittel um die Server bzw. Providerkosten zu decken, nicht um Umsätze zu generieren und wenn dann sind diese Umsätze nur sehr gering. Vor allem aber werden persönliche Daten kaum ausgewertet bzw. Verkauft und weitergereicht. Selbstverständlich gibt es auch in der Communityszene schwarze Schafe die persönliche Daten auswerten, doch ist diese Zahl verschwindend gering bzw. kaum erwähnenswert.

Facebook ist Monopol

Facebook verdrängt mit seiner Community die guten alten Boards und Foren aus dem Internet.
Selbstverständlich, die Art von Facebook ist genial und einfach doch sollte man sich die Frage stellen ob man bereit ist den Preis der Privatsphäre zu zahlen. Ich finde es zeichnet sich eine Tendenz ab.
Mehr Facebookgruppen, Fanseiten, und Anwendungen. Neulich unterhielt ich mich mit einen Seiteninhaber. Er sagte

„Ich bin wirklich ein Webmaster. Denn meine Facebookseite ist erfolgreich. Ich habe 1000 Abonnenten und täglich mindestens 150 gefällt mir angaben.“

Auf diese Haltung fällt mir nichts mehr ein. Denn wirklich etwas zu im Internet zu „erschaffen“ hat nichts, absolut gar nichts mir Facebookseiten zu tun. Wirkliche Erschaffer sind diejenigen die ein Konzept erarbeiten, Nächte lang Programmieren oder Einstellen. Diese Erschaffer seid IHR liebe Forenadmins, Webmaster, Chatbetreiber und Blogger. Selbstverständlich ist Facebook eine Art euer Projekt zu publizieren und dass ist auch gut so.

Schlusswort

Von Facebook kann man halten was man will. Es gibt eindeutige Vorteile sowie eindeutige Nachteile. Was man am besten tun soll oder nicht ist wie immer einem selbst überlassen. Vielen werde ich nichts Neues erzählt haben aber vielleicht gibt es Personen die dieses Thema zum Nachdenken angeregt hat.

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2 Kommentare zu “Facebook und seine Nebenwirkungen

  1. Ich bin selbst kein Fan von Facebook… Aber ich halte es für etwas voreilig, zu behaupten, mit Facebook wäre das „gute alte Web“ gestorben – in dem Fall habe ich, 2003 erstmalig ongegangen – es wohl nie kennengelernt. Bei schnelllebigen Medium Internet sind 10 Jahre allerdings eine halbe Ewigkeit…
    Die ersten Social Networks erschienen bereits in den 90ern – http://www.classmates.com/ wurde 1995 gestartet. Ebenso wie bei Facebook, war es bereits bei classmates.com (und ist es immer noch) nahezu unmöglich, sein Profil löschen zu lassen. Es ist dort leicht, das Konto eines anderen zu klauen und permanent werden – ähnlich wie bei Facebook – Spammails verschickt, laut denen angeblich irgendein Freund einen auf die Seite lotsen wollen würde. Dies legt nahe, dass die Adressen der Mitglieder in großem Stile gehandelt wurden. Der deutsche Ableger ist stayfriends.com
    Damit will ich Facebook nicht verharmlosen – was dort abgeht, ist alles andere als schön und wie mit den sensiblen Daten der User umgegangen wird, ist jenseits aller Kanone. Was ich sagen will, ist: Das gab es auch vor Facebook. Mark Zuckerberg ist nicht der Erste – und wird bei Weitem nicht der Letzte bleiben, der mit einem Social Network die Massen mobilisisert.

    Ansonsten… bin ich Forenbetreiberin aus Leidenschaft und das seit bald sieben Jahren. Mein Forum gibt es länger als Facebook. Ha! Wobei ich Foren eher als Interessengemeinschaften sehe, während man sich auf Social Networks einfach mit seinen alten Bekannten aus Schule, Gymnasium, Uni unterhalten kann.

    Es ist immer wieder wichtig, darauf hinzuweisen, dass man überall – auch in Foren/Blogs – aufpassen muss, wie viel man öffentlich von sich preisgibt. Da sollte das Medienbewusstsein geschärft werden.

  2. Hallo Evanesca Feuerblut 🙂
    Klar weiss ich dass es schon führer soziale Netzwerke gab.
    Diese sind aber bei weiten nicht so mächtig wie Facebook.
    Wenn du genauer verstehen möchtest was ich meine, schau dir mal die Facebook-Doku in der Mediathek an. Es sind 40 wirklich sehr interessante Minuten 😉

    Foren sind größtenteils Interessengemeinschaften, jedoch kann man sie im weitesten Sinne als soziale Netzwerke vergleichen. Zudem schau dir die Facebookgruppen an. Zu fast jedem Thema gibt es eine Gruppe sowie einen Gruppenchat.

    PS: Ich lese mich gerade selbst durch einen deiner Blogs.
    Versuche mich erstmal einzulesen da der Blog von dir recht umfangreich ist.
    Finde es aber sehr interessant.

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